Schulmedizin und Komplementärmedizin - ein Vergleich
Schulmedizin
Im Rahmen der Schulmedizin wird dem kranken Organismus eine passive Rolle zugewiesen; krankhafte Veränderungen sollen direkt, lokal und symptomorientiert beseitigt werden. Dies geschieht beispielsweise durch operative Entfernung eines Abszesses oder Tumors oder die Behandlung mit Pharmaka, wobei die Bezeichnungen der Arzneimittel mit der Vorsilbe "Anti" allein schon das Wesen der Therapie ausdrücken. Ein Symptom wird von der körperlich-seelisch-geistigen Einheit des Menschen abgetrennt und mit "Antihypertonika", "Antidepressiva", "Antibiotika", "Antiallergika" usw. behandelt. Diese Vorgehensweise ist in der Notfall- und Akutmedizin unerlässlich, häufig lebensrettend.
Jedoch kann bei einer Vielzahl meist chronisch auftretender Zivilisationskrankheiten bei dieser Vorgehensweise von einer kausalen Therapie nicht die Rede sein; die Frage nach den eigentlichen Erkrankungsursachen wird nur unzureichend gestellt, da bestehende Symptome einfach nur unterdrückt werden. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: ein Ekzem wird als Hauterkrankung gesehen und dementsprechend rein symptomorientiert und lokal mit einem Externum (häufig einer kortisonhaltigen Creme oder Salbe) behandelt. Tiefergehend müsste die Frage aber lauten, weshalb der Körper mit einer krankhaften Reaktion über die Haut reagiert. Die Antwort würde darauf hinauslaufen, innere Stoffwechselprozesse, immunologische und psychische Abläufe als maßgebliche Faktoren anzusehen. Somit wäre einer inneren Behandlung der Vorzug zu geben und nicht dem primären Einsatz einer Creme oder Salbe.
Komplementärmedizin
Im Gegensatz zu dem bisher Gesagten werden Krankheiten aus ganzheitlicher Sicht nicht nur als unmittelbare Erkrankung einzelner Zellen oder Organe betrachtet, sondern sie sind vielmehr Ausdruck einer Erkrankung des gesamten Organismus. Folglich entspricht eine naturheilkundliche Therapie eher einer "Allgemeinbehandlung". Dem kranken Körper wird dabei eine aktive Rolle zugewiesen; krankhafte Zustände sollen indirekt beseitigt werden. Dies geschieht durch eine Förderung von Selbstheilungsprozessen mittels wiederholt gesetzter Reize. Diese Reize - sei es durch Akupunkturnadeln, Schröpfgläser, diätetische Maßnahmen, Kneippīsche Wassergüsse oder elektromagnetische Schwingungen usw. - bewirken eine Anregung körpereigener Kräfte und eine Wiedereinregulierung gestörter vegetativer Gleichgewichte (Reiz-Reaktions-Therapie). Hierin liegt nun der entscheidende Vorteil der Naturheilverfahren. Gerade weil diese Therapien nicht rein symptomorientiert ausgerichtet sind, sondern vielmehr eine unspezifische "Allgemeinbehandlung" darstellen, kann eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten erfolgreich behandelt werden.
Dementsprechend werden in meiner Praxis neben akuten schwerpunktmäßig chronische Erkrankungen behandelt, insbesondere:
- Allergien (z.B. gegen Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare)
- Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma bronchiale, chronische Sinusitis)
- Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
- Chronische Schmerzen (z.B. bei Migräne, Rückenschmerzen, Fibromyalgie)
- Neurodermitis und weitere chronische Hauterkrankungen
- Reizdarmsyndrom
- Rheumatische Erkrankungen
- Tumor - Therapie
Bei weiteren Fragen zu naturheilkundlichen Therapien berate ich Sie gerne.
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