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Neurodermitis


Einleitung
Ursachen
Therapie
Weiterführende Literatur



Einleitung

Bei der Neurodermitis handelt es sich um eine chronisch-rezidivierende entzündliche Hauterkrankung, die stets von einem quälenden Juckreiz begleitet ist. Bei der Mehrzahl der Patienten ist die Haut auffallend trocken und schuppt. Von der Erkrankung betroffen sind etwa 10% aller Kinder und 3% der Erwachsenen. Für die Benennung der Neurodermitis existieren eine Reihe von synonymen Bezeichnungen, z.B.:

  • atopische Dermatitis
  • Eczema atopicum
  • endogenes Ekzem
Die Neurodermitis tritt gehäuft während 3 Lebensaltern auf:

Säuglingsalter

Ab dem 3. Lebensmonat zeigt sich der typische Milchschorf. Dabei handelt es sich um gelblich-weiße, festhaftende Krusten v.a. im Bereich des behaarten Kopfes und im Gesicht. Auch der Körperstamm und die Gelenkbeugen an Armen und Beinen können betroffen sein. Zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr bessert sich die Erkrankung deutlich und heilt bei der Mehrzahl der Kinder ganz aus.

Schulalter

Bei Kindern und Jugendlichen finden sich die Ekzeme bevorzugt auf der Beugeseite der großen Gelenke (Ellbogen, Kniekehle und Handgelenke). Desweitern zeigt sich meist eine trockene Haut. Im jungen Erwachsenenalter heilt die Neurodermitis meist aus, bleibt aber bei einigen Patienten über Jahrzehnte bestehen.

Erwachsenenalter

Selten kann es jenseits des 30. Lebensjahres manchmal auch erst jenseits des 60. Lebensjahres zu einem erstmaligen Ausbruch der Erkrankung kommen.


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Ursachen

Die auslösenden Ursachen sind noch weitgehend unbekannt. Diskutiert wird ein Zusammenwirken verschiedener Faktoren:

  • genetische Faktoren
  • die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse in den Industriestaaten
  • der steigende Einsatz von Antibiotika und zunehmend aggressive Impfstrategien
  • Nahrungsmittelallergien, v.a. Kuhmilch, Weizen, Eier, Soja, Nüsse, Fische und Meeresfrüchte
  • Inhalationsallergien, z.B. Pollen, Gräser, Tierhaare, Hausstaub
  • hautreizende und/oder toxische Umweltfaktoren, z.B. kratzende Wollpullover, Sand, häufiges Waschen, Lösungsmittel aus dem Bereich des Arbeitsumfeldes
  • neuroimmunologische Faktoren, d.h. psychisch belastende Situationen einhergend mit Angst, Kummer, Trauer, Zorn usw.
  • Hefepilzbesiedlung der Haut mit Pityrosporum ovale (= Malassezia furfur) oder des Darmes mit Candida albicans

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Therapie

Die schulmedizinische Therapie ist eine rein symptomatische, die entzündlichen Reaktionen der Haut werden mit Kortison oder den neu auf dem Arzneimittelmarkt eingeführten Substanzen Tacrolimus oder Pimecrolimus nur unterdrückt; eine kausale, an die Wurzel der Erkrankung heranreichende Behandlung ist damit nicht möglich (siehe hierzu auch den Vergleich von Schulmedizin und Komplementärmedizin)

Eine empfehlenswerte Lokaltherapie besteht in der Anwendung von arzneimittelfreien rückfettenden und rehydrierenden Basissalben und -cremes.

Dabei gilt der Grundsatz: Je akuter und nässender das Ekzem, desto leichter und wässriger muß das Lokaltherapeutikum sein (Creme, Lotio). Je chronischer und trockener das Ekzem, desto fetthaltiger darf die Behandlung sein (Salbe, Fettsalbe).

Da durch die bestehende Entzündung, aber auch durch heftiges Kratzen die Hautbarriere der Patienten gestört ist, besteht eine erhöhte Anfälligkeit für das Auftreten von Kontaktallergien. Deshalb sollten die Hautpflegepräparate frei von Duft- und Konvservierungsstoffen sein.

Erfahrungsgemäß können mit naturheilkundlichen Therapien schöne Behandlungserfolge erzielt werden, da diese nicht nur lokal einwirken, sondern auf den Menschen in seiner Ganzheit von Körper, Seele und Geist abgestimmt sind.

Besonders bewährt haben sich folgende Therapieverfahren:


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Weiterführende Literatur

Dem interessierten Leser sei nachfolgend aufgeführte Literatur empfohlen:

  1. Grevers G., Röcken M., Taschenatlas der Allergologie. Grundlagen, Diagnostik, Klinik. Thieme, Stuttgart - New York, 2001.
  2. Novak N., Bieber T., Pathophysiologie der atopischen Dermatitis. Deutsches Ärtzeblatt, Jg. 101, Heft 6, Köln, 2004.
  3. Steigleder G. K., Dermatologie und Venerologie, Thieme, Stuttgart - New York, 1992.


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